Domäne Castell – Neue Impulse aus dem fürstlichen VDP-Weingut

Das erste gemeinsame Jahr 2017 hat das junge Team um Weingutsleiter Peter Geil an der Spitze des Fürstlich Castell’schen Domänenamtes ideal genutzt und zukunftsweisende Impulse gesetzt. So änderte sich mit dem Jahrgang 2016 der Vermarktungsrhythmus der Premiumweine. Die Großen Gewächse und Erste-Lage-Weine bekommen dadurch deutlich mehr Zeit zum Reifen, was die hohe Qualität und die damit verbundene Langlebigkeit und geschmackliche Ausprägung der einzelnen Lagen eindeutig besser zur Geltung bringt. Erstmals kamen die Erste-Lage-Weine nach einer verlängerten, neunmonatigen Reifezeit im September 2017 auf den Markt – statt wie bisher Anfang des Jahres. Die Großen Gewächse reifen ein Jahr länger und sind ab September 2018 zu kaufen.

©Jens Hauspurg
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Das Warten auf diese Casteller Weine zahlt sich jedenfalls aus: In den aktuell erschienen Weinführern konnte die fürstliche Domäne auf ganzer Linie die bestehenden guten von Herrn Rebitzer erarbeiteten Punkte halten oder gar verbessern.

©Jens Hauspurg
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Domäne Castell – Das fürstliche VDP-Weingut

Auf diesem Kurs soll es auch in Zukunft weitergehen und man darf weiterhin gespannt sein. Peter Geil und sein Team sind voller Ideen für die Traditionsdomäne. So gibt es derzeit in limitierter Stückzahl die zwei Weine „Granit“ und „Edelstahl“ aus den vier Casteller Lagen Schlossberg, Hohnart, Kirchberg und Trautberg. Die Trauben der Rebsorten Silvaner, Riesling und Weißburgunder wurden gemeinsam geerntet und dann zum Reifen auf zwei Fässer aufgeteilt – eines aus rauem Granit und eines aus glattem Edelstahl. „Das Ergebnis sind zwei ganz unterschiedliche und charakterstarke Weißweine, in denen unsere wichtigsten Rebsorten sowie besondere Einzellagen vereint sind“, freut sich Peter Geil über das gelungene Experiment.

©Rolf Nachbar
©Rolf Nachbar

Und auch für die Ortwein-Linie des VDP Betriebs ist ein Relaunch geplant. Nicht nur Name und Ausstattung ändern sich, auch die Weine wurden konzeptionell ganz neu durchdacht. Passend zum zeitgemäßen Etikett sind auch die Namensgebungen frisch und aussagekräftig. Auf der kommenden Fachmesse ProWein präsentiert das Team die Weine erstmals der Öffentlichkeit. Man darf also gespannt sein und sollte das Weingut auf jeden Fall im Auge behalten.

©Jens Hauspurg
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Über das Fürstlich Castell’sche Domänenamt
Das fränkische, am Steigerwald gelegene VDP-Weingut das im Besitz von Ferdinand Fürst zu Castell-Castell ist, ist die Wiege des Silvaneranbaus in Deutschland: Bereits 1659 wurden die ersten Silvaner-Reben im Casteller Schlossberg gepflanzt und nehmen heute 40 Prozent der gesamten Rebfläche ein. Weitere Sorten wie Riesling, Weißburgunder und Spätburgunder ergänzen das Angebot. Insgesamt umfasst das Weingut rund 70 Hektar Weinberge in Eigenbesitz sowie weitere 40 Hektar der Erzeugergemeinschaft Castell e. V..