In der Vielfalt liegt ihre Stärke: Die Bayerische Kartoffel

Kartoffeln sind gesund und lecker. Doch ein Blick in die Statistik zeigt, dass immer weniger tolle Knollen auf den deutschen Tellern landen. Das wertvolle und vielseitige Grundnahrungsmittel gerät somit zunehmend in den Hintergrund – und das, obwohl Bayern Kartoffelland ist. Kartoffeln wachsen im Freistaat hervorragend und zeichnen sich durch Geschmack sowie Qualität aus. Dank optimaler Lagerung sind bayerische Kartoffeln über das ganze Jahr verfügbar – dies spart lange Transportwege und macht die Knolle zu einem regionalen Produkt. Importe aus fernen Ländern sind überflüssig.

Bayerische Kartoffel
© Bayerische Kartoffel GmbH

Kartoffelanbauer und ihre Vermarkter sehen im rückläufigen Kartoffelkonsum eine Herausforderung, der sie mit gebündelten Kräften begegnen. Die Kartoffel soll ins rechte Licht gerückt werden und sich nicht länger hinter Pasta und Co verstecken müssen – weder als vermeintlicher Dickmacher noch als altbackene Beilage. Die Knolle schmeckt nicht nur gut, sondern lässt sich unkompliziert und vielseitig zubereiten und ist dabei ernährungsphysiologisch äußerst wertvoll. Um die Kartoffel auf dem Speiseplan und somit auch auf den Feldern zu erhalten, wurde im Juni 2013 die Organisations-Plattform „Bayerische Kartoffel GmbH“ gegründet. In dieser Eigeninitiative sind zu gleichen Anteilen die Bayerischen Kartoffelanbauer und die bayerischen Kartoffelvermarkter vertreten. Einen kleineren Beitrag leistet auch der Bayerische Bauernverband, der die nötige Infrastruktur in Form von Personal und Büro bereitstellt.
Der Verbraucher ist und bleibt Hauptadressat der landwirtschaftlichen Initiative, deshalb soll die Bayerische Kartoffel für ihn natürlich als Produkt aus der Heimat deutlich erkennbar sein. Wenn das weißblaue Siegel, das dem Logo des Verbunds entspricht, eine Packung Erdäpfel ziert, kann der Konsument gewiss sein: Diese Kartoffeln sind in Bayern gewachsen und abgepackt oder zu Spezialitäten verarbeitet worden.

Bayerische Kartoffel
© Bayerische Kartoffel GmbH

Der Verzehr von Kartoffeln ist gesund: Die Knolle wirkt sich bei der richtigen Zubereitung positiv auf den Organismus. Denn sie enthält eine Vielzahl an Nähr- und Mineralstoffen, außerdem einen Vitamin C-Gehalt von 17 mg/pro 100g. Nicht umsonst wird sie auch „Zitrone des Nordens“ genannt. Aber auch äußerlich angewendet kann der Erdapfel viel Gutes bewirken. Im Folgenden finden sich einige Beispiele für Erste- Hilfe-Maßnahmen, um einer Erkältung vorzubeugen und um der Winterkälte zu trotzen:

Der Kartoffel-Wickel
Ein wirksamer Tipp gegen Ohrenschmerzen, Halsschmerzen, Heiserkeit und Verspannungen ist der Kartoffel-Wickel. Die gekochten Kartoffeln werden warm, aber nicht zu heiß, zu einem Brei zerdrückt, in ein Küchentuch gegeben und wärmend auf Hals, Ohren, Nacken oder Rücken gelegt. Am besten soll der Wickel so lange wirken, bis er erkaltet ist. Die langanhaltende Tiefenwärme des Kartoffel-Wickels lockert Verspannungen, fördert die Durchblutung und sorgt für einen schnelleren Abtransport von Krankheitserregern.

Feuchtigkeits-Packung
„Sissi“, „Goldmarie“ und „Queen Anne“ schmecken gerade in der Herbstzeit als Pellkartoffel zum Raclette, als Bratkartoffel oder Kartoffelsalat – sie eignen sich aber auch für Wellness-Zwecke. Als wohltuende Packung gegen winterlich raue Hände trägt man eine mit einem Esslöffel Olivenöl verrührte gekochte Kartoffel auf die Haut auf und lässt die Masse ca. 15 Minuten einwirken. Für die Gesichtspackung wird eine rohe Kartoffel gerieben, dann mit je einem Esslöffel Buttermilch und Honig verrührt. Die Einwirkzeit beträgt auch hier ca. 15 Minuten.

Weitere Informationen unter www.Bayerische-Kartoffel.de