Weingut Wolf in Brackenheim-Hausen

Das Weingut Wolf im größten deutschen Rotweinanbaugebiet im Zabergäu. Klimatisch gesehen ist es im Zabergäu recht trocken. Gegen Westen wird das Tal vom Stom- und Heuchelberg abgeschottet. So werden größere Unwetter abgehalten. Ideale Bedingungen, um unsere Reben durch geringe Niederschläge moderat zu stressen. Dadurch entstehen Phenole und Geschmacksstoffe, die Vorraussetzung für anständige Weine sind. Senior Papa Wolf, seines zeichens Dipl. Agrar Ing. forscht seit Gründung des Weinguts nach den optimalen Erziehungsmethoden für unsere Reben. Lyra, Spalier, Scott Henry und letztendlich WILDWUCHS, das Steckenpferd unseres Juniors, sind die Varianten.

Weingut Wolf
© Weingut Wolf

Es hat sich gezeigt, den authentischsten Wein gibt es, wenn man die Natur walten lässt. Ein akkurater Anblick: von der Elbe bis zum Neckar zeigen sich immer mehr Rebstöcke frisch geschnitten und „gut erzogen“. Die Winzer haben alle Hände voll zu tun. „Wilde Triebe“ fallen der Schere zum Opfer, starke werden gebogen und am Drahtrahmen aufgebunden.

Weingut Wolf
© Weingut Wolf

Auf den Rebflächen von Jungwinzer Alexander Link in Württemberg bietet sich ein anderes Bild. Wild wuchern die Triebe wie in einem Rebendschungel. Durcheinander. Und das soll so bleiben. „Wildwuchs“ nennt der 28jährige seine Weine, die bei Brackenheim auf fruchtbarem Boden gedeihen. Dass alles wild durcheinander wächst, ist Teil einer Philosophie, die er den Weinfreunden gerne nahe bringt. Fachlich fundiert, schließlich hat er nach seiner Lehre zum Weinküfer auch Weinbau und Önologie studiert.

Weingut Wolf
© Weingut Wolf

Heute arbeitet er auf dem väterlichen Weingut Wolf in Brackenheim, zusammen mit vierbeinigen Mitarbeitern. Die Kamerunschafe mähen im Weinberg in doppeltem Sinne, denn sie wurden für die Gras-Schur eingestellt. „Wir schneiden unsere Reben
grundsätzlich nicht, sondern vertrauen auf die Kreisläufe der Natur“, erklärt der ungewöhnliche Winzer. „Nur so kann jeder Jahrgang, jeder Wein wieder herausstechen und beweisen, was er kann.“ Das befand auch die Jury der DLG bei einem bundesweiten Wettbewerb mit Blindverkostung. Sie verlieh Alexander Link den Ehrenpreis „Jungwinzer des Jahres 2016/17“. Alexander Link: „Wein ist ein Lifestilprodukt und einfach in.